Schlafanzug richtig waschen: So bleiben Pyjama und Nachthemd schön
By HUBER | Published: 2026-09-12
Category: Tips & Care
Schlafanzug waschen bei 30 bis 40 Grad, auf links und ohne Weichspüler: So bleiben Pyjama und Nachthemd aus Baumwolle, Modal und Jersey lange weich und formstabil.
Kurz gesagt
Wasche Schlafanzug und Nachthemd bei 30 Grad im Schonwaschgang, auf links gedreht und mit ähnlichen Farben. 40 Grad sind nur bei starker Verschmutzung nötig, Buntwäsche bleibt bei 30 Grad länger farbecht. Verzichte auf Weichspüler und Trockner, dann bleiben Baumwolle, Modal und Jersey weich und formstabil.
Schlafkleidung trägt man direkt auf der Haut, oft acht Stunden pro Nacht. Schweiß, Hautfett und Creme setzen den Fasern zu, deshalb sollte Schlafanzug, Pyjama oder Nachthemd nach zwei bis drei Nächten in die Wäsche. Wie oft genau, hängt von Jahreszeit, Material und Schwitzen ab.
Die gute Nachricht: Du brauchst weder Spezialwaschmittel noch komplizierte Programme. Entscheidend sind Temperatur, Sortierung und der Verzicht auf Weichspüler. Wer diese drei Punkte beachtet, hält Nachtwäsche aus Baumwolle, Modal oder Jersey deutlich länger schön.
Warum Schlafanzug waschen mehr ist als nur ein Waschgang
Nachtwäsche wird anders beansprucht als Alltagskleidung: Sie liegt eng an der Haut, wird nachts durchgehend getragen und nimmt Schweiß sowie Körperfett auf. Diese Rückstände sind Nährboden für Gerüche, die sich in Fasern festsetzen können. Gleichzeitig ist die Kleidung häufig aus weichen, feinen Materialien, die auf Hitze und Reibung empfindlich reagieren.
Deshalb gilt: lieber regelmäßig bei niedriger Temperatur waschen als selten bei hoher. Zwei bis drei Nächte sind ein guter Richtwert, bei Sommerhitze oder starkem Schwitzen auch weniger. So vermeidest du, dass Gerüche und Flecken sich festsetzen, und schonst gleichzeitig die Fasern.
- Nicht erst waschen, wenn die Nachtwäsche riecht – Gerüche sitzen dann schon in der Faser.
- Bei Hautcremes oder Deodorant-Rückständen hilft ein kurzes Einweichen vor dem Waschgang.
Temperatur, Sortierung und Waschmittel richtig wählen
30 Grad im Schon- oder Feinwaschgang sind für die meisten Schlafanzüge, Pyjamas und Nachthemden die richtige Wahl. Baumwolle und Jersey vertragen 40 Grad problemlos, aber nur bei Bedarf, etwa nach Krankheit oder starkem Schwitzen. Modal und TENCELTM Modal reagieren empfindlicher auf Hitze, hier ist 30 Grad die sicherere Option. Immer gilt: Waschhinweis im Etikett lesen, denn er ist verbindlicher als jede Faustregel.
Sortiere nach Farben und Materialien. Dunkle, kräftige Farben können auf helle Stoffe abfärben, deshalb getrennt waschen. Verwende ein mildes Flüssigwaschmittel, das sich auch bei niedrigen Temperaturen gut auflöst. Bei Buntwäsche ohne optische Aufheller bleiben Farben länger erhalten.
- Auf links drehen schützt Oberfläche, Drucke und Stickereien vor Reibung.
- Feinwäsche- oder Wäschenetz bei Spitze, Bändern und dünnen Trägern verwenden.
- Nicht überfüllen: Die Trommel sollte etwa zu zwei Dritteln gefüllt sein, damit die Wäsche sich bewegen kann.
Trocknen und Bügeln: Hier entscheidet sich die Haltbarkeit
Der Trockner ist der häufigste Grund, warum Nachtwäsche ausleiert, einläuft oder fusselig wird. Trockne Schlafanzug und Nachthemd stattdessen liegend oder hängend an der Luft, am besten im Schatten, damit Farben nicht ausbleichen. Schwere, nasse Baumwolle hängt man breit auf, damit sie nicht in die Länge zieht.
Bügeln ist meist nicht nötig. Jersey und Modal glätten sich beim Hängen oft von selbst. Wenn doch gebügelt wird, dann auf niedriger bis mittlerer Stufe und ohne direkten Kontakt zu Spitze, Drucken oder Gummizügen. So bleibt die Schlafkleidung länger formstabil und angenehm auf der Haut.
- Nicht in der prallen Sonne trocknen – das bleicht Farben aus.
- Gummizüge und Bündchen nicht heiß bügeln, sie verlieren sonst ihre Elastizität.
Häufige Fehler bei der Pflege von Nachtwäsche
Der größte Fehler ist Weichspüler. Er legt einen Film auf die Fasern, der die Saugfähigkeit reduziert und bei Modal und Jersey das weiche Griffgefühl eher verschlechtert. Wer weiche Wäsche möchte, sollte lieber weniger Waschmittel dosieren und auf niedriger Temperatur waschen.
Ein weiterer Fehler ist zu heißes Waschen als vermeintliche Hygiene-Maßnahme. Für normale Verschmutzung reichen 30 bis 40 Grad völlig aus. Bei ansteckenden Erkrankungen oder hartnäckigen Gerüchen ist ein Hygiene- oder Desinfektionswaschmittel sinnvoller als eine hohe Temperatur, die empfindliche Fasern schädigt.
- Kein Weichspüler – er verklebt Fasern und mindert die Atmungsaktivität.
- Nicht zu viel Waschmittel: Rückstände können Hautreizungen begünstigen.
- Flecken vorbehandeln statt heißer waschen.
So wäschst du Schlafanzug und Nachthemd Schritt für Schritt
- Etiketten prüfen und sortieren: Lies die Pflegehinweise an jedem Teil und sortiere nach Farbe und Material. Helle Baumwolle, dunkle Baumwolle und Modal-Stücke getrennt waschen, damit nichts abfärbt und empfindliche Fasern nicht unter grober Wäsche leiden. Checkpoint: Bei unbekanntem Material im Zweifel 30 Grad und Schonwaschgang wählen.
- Auf links drehen und schützen: Drehe Schlafanzug, Pyjama und Nachthemd auf links. Stücke mit Spitze, Bändern oder dünnen Trägern kommen in ein Wäschenetz. So schützt du Oberflächen, Drucke und Nähte vor Reibung. Checkpoint: Reißverschlüsse und Knöpfe schließen, damit sie keine anderen Teile aufrauen.
- Richtig dosieren und waschen: Nutze ein mildes Flüssigwaschmittel ohne Weichspüler und wähle 30 Grad im Schonwaschgang, bei Bedarf 40 Grad. Fülle die Trommel nur zu etwa zwei Dritteln, damit die Wäsche sich bewegen kann. Checkpoint: Kein Weichspüler – er schadet Modal und Jersey mehr, als er nützt.
- Sanft trocknen: Nimm die Wäsche direkt nach dem Programm aus der Maschine und trockne sie liegend oder breit hängend an der Luft, nicht in der prallen Sonne und nicht im Trockner. Schwere Baumwolle breit aufhängen, damit sie nicht in die Länge zieht. Checkpoint: Gummizüge und Bündchen nicht aufhängen, sondern flach trocknen.
- Bei Bedarf schonend bügeln: Bügle nur, wenn nötig, auf niedriger bis mittlerer Stufe und mit Abstand zu Spitze, Drucken und Gummizügen. Jersey und Modal glätten sich oft schon beim Hängen. Checkpoint: Lieber hängend glätten lassen als heiß bügeln.
Produkte aus dem Sortiment und ihre Pflege
- Casual at Home Nachthemd kurzarm | outer space minimal 117625-01H491: Das Nachthemd besteht aus Single Jersey aus 100 % Baumwolle und hat eine gerade Passform mit V-Ausschnitt und aufgesetzter Brusttasche. Baumwoll-Jersey verträgt 30 bis 40 Grad gut, sollte aber auf links gewaschen und an der Luft getrocknet werden, damit die gerade Passform erhalten bleibt.
- Night Selection 2 Nachtehmd ohne Ärmel | bittersweet 010333-01H372: Das ärmellose Sleepshirt hat eine gerade Passform mit seitlichen Schlitzen und besteht aus Single Jersey mit Modal. Modal ist weich und temperaturempfindlich – 30 Grad im Schonwaschgang und kein Trockner halten das Material geschmeidig und die Schlitze formstabil.
- Night Selection 3 Tanktop | dawngrey check 010135-01H123: Das Tank Top hat eine lockere Passform, Single Jersey mit TENCELTM Modal und Seitenschlitze. TENCELTM Modal reagiert empfindlich auf Hitze und Reibung; niedrige Temperatur und Wäschenetz bewahren die lockere Form und das atmungsaktive Tragegefühl.
- Cotton Double Rib Pants mit Eingriff | white 112255-010500: Die Pants mit längerem Bein bestehen aus reiner Baumwolle in Doppelripp-Qualität mit angesetztem Soft-Bund und Eingriff. Doppelripp-Baumwolle ist robust und verträgt 40 Grad, der Soft-Bund sollte aber nicht heiß gebügelt oder in den Trockner gegeben werden, damit er nicht ausleiert.
Schlafanzug waschen ist kein Hexenwerk: 30 Grad, auf links, ohne Weichspüler und ohne Trockner decken die meisten Fälle ab. Wer zusätzlich nach Farben sortiert und die Etiketten liest, hält Pyjama und Nachthemd aus Baumwolle, Modal und Jersey lange weich, formstabil und angenehm auf der Haut.



